Zwischen 1800 und 1890, also im 19. Jahrhundert, eroberten die Weißen den nordamerikanischen Kontinent. Sie überwanden die weite Prärie mit ihren Bisonherden und durchquerten die wasserlosen Salzwüsten, um schließlich bis zum Pazifik zu kommen.

Den Anfang machten Waldläufer, Forscher und Fallensteller, ihnen folgten dann Siedler aus Europa, auf der Suche nach fruchtbarem Ackerland oder aus religiösen Gründen wie z.B. Verfolgung.
Auch war z.B. die Sterberate auf dem neuen Kontinent rund 15-20 Prozent niedriger als in Europa. Außerdem gab es auf dem neuen Kontinent durch das fruchtbare Land für die Weißen praktisch keine Hungersnöte. Aus diesen Gründen breiteten sich die Weißen immer weiter auf dem Kontinent aus.

Die Indianer, die den Weißen in die Quere kamen, wurden vertrieben, um ihr Land betrogen, umgesiedelt oder umgebracht. Gleichzeitig drängten immer mehr Einwanderer in die Neue Welt: Allein die Zahl der englischen Kolonisten stieg von 1700 bis 1750 von 250.000 auf 1,3 Millionen.

Am Ende blieb den Überlebenden Indianern nach langen, oft grauenvollen Kriegen und heimtückischen Überfällen nur ein winziger Bruchteil ihres Heimatlandes übrig. Spanische Siedlungen entstanden zuerst in Florida und im Südwesten. Die Engländer siedelten im Süden, in der Mittleren Atlantikregion und in New England. Die Holländer, Schweden und Finnen ebenfalls am Atlantik, die Franzosen an der Golfküste und im Mississippi-Tal.

Der Vormarsch der Europäer brachte Verderben über die Indianer. Sie fielen Kriegen und Krankheiten zum Opfer, und die meisten wurden nach Westen in die Wälder und Prärien hinter den Appalachen vertrieben.

Um 1860 war z.B. die Gewalt gegen Indianer in vielen Gegenden der USA staatlich geduldet und teilweise sogar gefördert. Dies ging wo weit das die Situation zu Massakern eskaliert. Kit Carson hieß der Anführer einer Gruppe von Desperados, die im Auftrag der US-Regierung die Indianer im Südwesten der USA vertreiben sollte.

Carson erwies sich als besonders gründlicher Todesbote: Er zerstörte auch die Unterkünfte, verwüstete die Felder und metzelte das Vieh der Navajos, eines der größten indianischen Völker, nieder. Im Winter 1864 kapitulierten die überlebenden 8000 Stammesmitglieder.

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Kategorien: Geschichte

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